Mittwoch, 25. April 2012

CD - Adrenaline Mob - Omerta


Auch bei dieser Scheibe sind die Erwartungen ob der großen Namen recht hoch. Denn mit Rusell Allen (Vocals) von SymphonyX, John Moyer (Bass) von Disturbed und Mike Portnoy (Drums), ehemals bei Dream Theater, sind drei echte Schwergewichte des harten Musik in diesem Projekt, denn mehr ist es zur Zeit wohl erst mal nicht, unterwegs. Mit Mike Orlando haben sie zwar einen recht unbekannten Gitarristen mit an Bord genommen, aber ob sich das als Nachteil erweisen kann, wird sich erst beim Hören der Scheibe zeigen.

Die Band, die nach Portnoys Abgang bei Dream Theater, anfing Gestalt anzunehmen hat, in leicht veränderter Besetzung, bereits eine EP heraus gebracht, die recht guten Anklang fand, sowohl bei Fans, als auch bei den Kritikern. Zusätzlich spielte die Gruppe bereits einige Konzerte, vorzugsweise in den USA, deren Aufnahmen auch einiges erwarten und erhoffen ließen.

Nun also „Omerta“. So der Name der ersten CD des Quartetts, auf der Mike Orlando nicht nur den 6-Saiter eingespielt hat, sondern auch für den Bass verantwortlich zeichnet. Das ein Mann wie John Moyer noch weitere Facetten zu den Stücken hinzufügen wird, dürfte klar sein, aber die Aufnahmen hat er eben nicht mitgemacht.

Und dann liegt die Scheibe im Player und von Beginn an ist die druckvolle Produktion beeindrucken. Sofort merkt man, was für geniale Einzelmusiker hier am Werke sind, aber auch, das ein Song bei solchen Leuten eben mehr ist, als die Summe seiner Einzelteile. Sofort merkt man, das sich die Musiker viel vorgenommen haben und ihre Einflüsse auf die Musik sind klar erkennbar. Vom Power Metal, über klassische Thrash Metal Elemente bis hin zu Elementen des Modernen Metal ist vieles wieder zu finden, und auch die Vielfältigkeit der Musiker ist beeindrucken.

Nicht, das man bei den oben genannten Namen davon unbedingt überrascht sein sollte, aber wie sie es umsetzen ist schon ein Stück weit beeindruckend. Was aber noch viel beeindruckender ist, ist das Spiel von Mike Orlando an Bass und Gitarre. Er ist nicht nur jederzeit auf der Höhe mit den beiden Granden Portnoy und Allen, sondern kann tatsächlich, vor allem natürlich an der Gitarre, echte Highlights setzen und dem Sound des Albums immer wieder neue Wendungen geben.
So haben einige seiner Solos, die er oft recht schnell und filigran spielt, progressive Elemente, die durchaus Erinnerungen an Dream Theater oder SymphonyX erwecken. Ob das Absicht ist, oder ungewollt von Orlando aufgenommen wurde, spielt keine große Rolle, denn die Solos passen sich perfekt in die restlichen Stücke ein.

Das das Album etwas rau und roh in der Produktion klingt, ist wohl Absicht, auch wenn ich der Meinung bin, das eine klarere Produktion vielleicht besser gewesen wäre. Nichtsdestotrotz ist die Scheibe so transparent, wie es nötig ist, um die Feinheiten der Songs gut zur Geltung zu bringen. So vor allem den vielseitigen Gesang eines Rusell Allen, der alle Register seiner Stimme zieht um die Lieder zu gestalten. Dabei ist die Stimme immer präsent, ohne den Rest der Musik weg zu drücken.

Außerdem hat diese CD, genau wie der Vorgänger EP echtes Live-Potential, und ich freue mich schon drauf, die Jungs Live zu erleben zu können, wenn sie bald nach Europa kommen. Bis dahin dürften dann auch die teilweise sehr eingängigen Refrains sitzen so das einer lautstarken Unterstützung der Band dann hoffentlich nichts mehr im Wege steht.

Fazit: Eine hörenswerte, interessante Scheibe, von einer Band, die ihr wahres Potential auf der Bühne dürfte auspacken können. Aber auch aus dem Studio ist noch einiges zu erwarten, wenn die 4 Jungs ihre ganzen Fähigkeiten zusammen werfen, ohne daran zu denken, was sie vielleicht NICHT machen wollen.

Keep Rocking \m/
GrimReaper

Band: Adrenaline Mob
Album: Omerta
Bewertung: 80%
Genre: Heavy Metal / Hard Rock
Herkunft: USA
Label: Century Media Records Ltd
Veröffentlichungsdatum: 19.3.2012
Homepage: http://adrenalinemob.com/
Anspieltip: Freight Train

Setlist
1. Undaunted
2. Psychosane
3. Indifferent
4. All On The Line
5. Hit The Wall
6. Feelin' Me
7. Come Undone
8. Believe Me
9. Down To The Floor
10. Angel Sky
11. Freight Train

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