Dienstag, 24. April 2012

CD - Fyling Colors - Flying Colors


Wenn man die Namen liest, die an diesem Projekt mitarbeiten, also auf musikalischer Seite, dann kann man eigentlich nur mit der Zunge schnalzen und sich die Finger lecken und hoffen.

Hier mal das LineUp, für den Fall, das noch nicht klar ist, wer hinter dem Namen steht:
- Schlagzeug: Mike Portnoy (ex-Dream Theater)
- Bass: Dave LaRue (Steve Morse Band)
- Keyboard: Neal Morse (ex-Spock's Beard)
- Gesang: Casey McPherson (Alpha Rev)
- Gitarre: Steve Morse (Deep Purple)

Der Beginn der Platte ist auch interessant, weil er ein wenig lustig gehalten ist, aber leider folgt danach erst einmal ein Stück, das so gar nicht zu den Namen passen will, die man gerade gelesen hat. Viel zu glatt, vorhersehbar und poppig klingt dieser Anfang. Man hat das Gefühl einen 80er Jahre Pop Song vor sich zu haben, der zwar interessant klingt, aber keinen Druck entwickelt, mal abgesehen vom Schlagzeug.

Beim weiteren hören der Platte werden einige der Nachteile zwar gelöst, so steigt der Druck der Musik deutlich und macht dann auch vom Sound her wieder mehr her, als Pop Songs der 80er. Leider erdrücken die Vocals zu oft die Instrumente, vor allem die Keyboards und Gitarren, so das die erhoffte Transparenz nicht das Niveau erreicht, was man sich bei einer solchen Supergroup erhoffen würde.

Genau diese Erwartungen erfüllt „Flying Colors“ auch in keiner Weise, wenn es um die Dauer der Stücke geht und damit natürlich um die Möglichkeit, auch mal etwas unerwartetes zu machen. Lediglich zwei Songs sind etwas läner aber deswegen leider noch nicht progressiver. Letzte Chance ist dann das abschließende „Infinite Fire“ das mit 12 Minuten hoffen lässt, aber auch hier werden viele gute Ideen angefangen aber nicht zu Ende gebracht.

Bei weiteren Durchläufen verbessert sich der Eindruck erst ein wenig, um aber dann endgültig doch da zu enden, wo er begonnen hat. Die Scheibe ist auf einem musikalisch hohem Niveau eingespielt, sehr glatt produziert aber lässt leider nicht den Funken der Begeisterung überspringen, so das die CD auf Dauer wohl eher als Belanglos zu bezeichnen ist.

Fazit: Die Namen der Mitglieder dieser Band, wenn sie auch nicht zur Werbung genutzt wurden, lassen großes erhoffen, aber zumindest meine Erwartungen wurden nicht erfüllt. Aber immerhin hat man jetzt auch mal eine „Progressive Rock“ Scheibe, die man jederzeit gut im Hintergrund laufen lassen kann, ohne Angst haben zu müssen, etwas zu verpassen.

Keep Rocking
GrimReaper

Band: Flying Colors
Album: Flying Colors
Bewertung: 60%
Genre: Progressive Rock / Metal
Herkunft: USA
Label: Music Theories Recordings
Veröffentlichungsdatum: 23.3.2012
Homepage: http://flyingcolorsmusic.com/
Anspieltip: Infinite Fire

Setlist, Download Album
1. Blue Ocean
2. Shoulda Coulda Woulda
3. Kayla
4. The Storm
5. Forever In A Daze
6. Love Is What I'm Waiting For
7. Everything Changes
8. Better Than Walking Away
9. All Falls Down
10. Fool In My Heart
11. Infinite Fire

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