Mittwoch, 13. Juni 2012

CD - Circus Maximus - Nine


Nachdem ich einen Teil der Band schon mal live erleben durfte, als sie die Jungs von Pagans Mind in Aschaffenburg unterstützt haben (übrigens ein sehr geiler Auftritt) wartete ich auf die neue Platte der Norweger in der Hoffnung, das sie so stark werden würde, wie der Auftritt mit PM und ihre bisherigen Platten.
Und nachdem ich Platte jetzt in Händen halte und sie durch gehört habe, bin ich sicher, das es sich wirklich um eine der stärksten Platten des bisherigen Jahres handelt. Wie immer lässt sich die Musik des Fünfers nur schwer in Kategorien einstufen, weswegen ich für meinen teil von einem progressiven Power-Metal sprechen würde.

Und wie immer schaffen es die Jungs aus Oslo eine Scheibe abzuliefern, die nicht nur beim ersten anhören hängen bleibt, sondern die es auch ermöglicht, bei mehrmaligem Hören immer wieder neue, interessante Facetten zu entdecken. Die früher recht ausladenden symphonischen Elemente wurden mehr in den Hintergrund verbannt, was ich persönlich so besser finde, dafür kommen die harten Elemente des Metals jetzt besser zur Geltung.

Direkt mit dem ersten Song der Platte gelingt es der Band, alle Elemente, die ihre Musik ausmachen, so miteinander zu verbinden, das ein wahnsinnig spannender, fast 10 Minuten langer Titel entsteht, der zeigt, wie gut die Musiker nicht nur ihre Instrumente beherrschen, sondern auch, wie komplett ihr Songwriting mittlerweile geworden ist.
Allerdings hat es dabei nicht die Komplexität von Bands wie Dream Theater (wie ich finde, ein Umstand, der die Hörbarkeit des Materials deutlich verbessert) und erinnert ein wenig an das 2010er Album „Poetry for the Poisoned“ von Kamelot.

Eine glasklare Produktion, die (dem Himmel sei dank) nicht am Lautheitskrieg anderer Vertreter des Genres teilnimmt, ein flexibler Gesang (der auch vor Verfremdung nicht zurückschreckt), geniale Gitarren Riffs und Solos runden diese Scheibe ab und machen sie zu einem Muss für alle Fans der Genres Progressive und Power-Metal.

Keep Rocking
GrimReaper


Band: Circus Maximus
Album: Nine
Bewertung: 95%
Genre: Progressive Power-Metal
Herkunft: Norwegen
Label: Frontiers Records S.R.l. (Soulfood)
Veröffentlichungsdatum: 1.6.2012
Homepage: http://www.circusmaximussite.com/
Anspieltip: Namaste

1 Kommentar:

  1. Ich hätts nich besser schreiben können. Woher hast du nur den Tipp bekommen? ;-)
    Interessant, das dir auch der Vergleich mit Kamelot in den Sinn gekommen ist. Beim Hören dachte ich so manches Mal, das sich der Gesangsstil von Eriksen irgendwie demjenigen von Roy Khan angenähert hat. Oder hat es damit zu tun, das er ihn ja auf dem ProgPower USA tatsächlich ersetzen musste?
    Die Gitarrensoli sind das Beste was ich seit langem gehört habe und manchmal hör ich sie 3 mal hintereinander an :-) Eine Solo-Scheibe von Mats Haugen würde ich mir sofort zulegen! Der Mann ist unglaublich kreativ und hat einen ganz eigenen Stil gefunden!
    Von mir jedenfalls auch die Höchstnote.

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