Mittwoch, 13. Juni 2012

Konzert - Bastardo/Way Beyond Reason/Fewsel - 10.6.2012 - Nachtleben, Frankfurt


Mehr durch Zufall bin ich auf dieses Konzert gegangen, aber endlich mal wieder im Nachtleben Musik zu hören war es alleine schon wert. Noch dazu ein Lineup mit drei lokalen Bands aus dem Bereich Stoner/Psychodelic Rock und Metal, das versprach doch interessant zu werden. Zwar war die Location pünktlich ab 20 Uhr geöffnet, allerdings dauerte es noch über eine Stunde, bis die Jungs von Bastardo um kurz nach 9 die Bühne betraten um den Abend zu eröffnen.

Obwohl die Band aus Marburg stammt, war der Raum im Nachtleben gut gefüllt und die Stimmung war gut, was mit Sicherheit beides auch dem Umstand geschuldet war, das es an diesem Sonntag Abend zwar trocken, aber eben nicht übermäßig warm war. So mussten also die Musiker dafür sorgen, das es den Zuhörern warm werden würde, was auch auf Anhieb gelang. Denn mit einigen interessanten Stücken, verbunden mit der nötigen Härte und einem ausgeglichenen Sound legten die vier Musiker aus Nordhessen einen starken Start in den Abend hin. Das einzige, was mich an ihrer Musik etwas störte, war das Tempo, das etwas hektisch wirkte für diese Art der Musik. Aber im großen und ganzen war es ein gelungener Opener für den Abend, der ordentlich Stimmung machte.

Nach dieser Eröffnung war es klar, das es für alle Nachfolger schwer werden würde, die Stimmung zu halten. Aber auch wenn es eine etwas chaotische Eröffnung ist, die die Jungs und Mädels von „Way Beyond Reason“ da hinlegen, so gelingt es ihnen doch, die Zuschauer schnell wieder in den Raum zu locken und die Stimmung aufzunehmen. Die weibliche Stimme gibt der Musik zwar eine interessante Note, allerdings ist der Text, zumindest an diesem Tag, fast überhaupt nicht zu verstehen, was bestimmt Schade ist. Zudem ist die klare Stimme fast ein wenig zu glatt für diese Art von Musik und etwas mehr Rauheit würde dem Gesamtbild wohl besser zu Gesicht stehen.
Außerdem hört man von den drei Saiteninstrumenten leider durchgehend nur zwei, weil die Sounds scheinbar zu nah aneinander liegen. Schade eigentlich, denn sowohl Bass als auch die Gitarren klingen sehr interessant, wenn sie zu hören sind.
Trotz dieser Unzulänglichkeiten ist der Auftritt der Höhepunkt des Abends und die Stimmung steigert sich bis zum Ende so weit, das die Band nicht einmal um eine Zugabe herum kommt.

Als letzte Band des Abends übernehmen die Jungs von „Fewsel“ anschließend die Bühne und müssen sich leider vor einem recht weit geleerten Zuschauerraum vergnügen, was aber der Power der Wiesbadener keinen Abbruch tut. Sie starten mit Vollgas ihr Programm und können das Publikum auch sofort auf ihre Seite ziehen. Mir persönlich gefällt der Auftritt sehr gut, allerdings ist die Musik nicht so unbedingt mein Geschmack, weil die Vocals zu dünn und unverständlich sind.
Außerdem kommt mir die Musik sehr vorhersehbar und eintönig vor. Die Sounds der Instrumente sind sehr interessant, was wohl den progressiven Charakter der Musik ausmacht, aber mir persönlich gefallen die Songstrukturen nicht sonderlich. Trotzdem schaffen es die Hauptstädter einen würdigen Abschluss des Abends hinzulegen und das Publikum, das so lange durchgehalten hat, zufrieden nach Hause zu schicken.

Alles in allem also ein gelungener Abend mit drei motivierten Bands aus Rhein-Main (also im weiteren Sinne), der mir gezeigt hat, das es doch noch Musiker in der Region gibt, die unter „Support your local Scene“ etwas richtiges verstehen. Bleibt zu hoffen, das es solche Veranstaltungen mit größerem Zuschauerzuspruch auch in Zukunft öfter geben wird.

Und hier noch ein paar Links zu einigen Super Fotos des Abends von
Bastardo
Way beyond Reason
Fewsel

außerdem noch ein paar Videos von dem Abend:
Way Beyond Reason - Cataclysm
Way Beyond Reason - Compactor

STAY HEAVY
GrimReaper

Setlist (Bastardo):
Fools Journey
Ape on my Shoulder
Under Glass
The Pack
12 Stitches
Traitors
Ash of Narcissus
Cardinal Sins
Coffin King

Setlist (Way Beyond Reason):
Breed
Goliath
Compactor
Hunters
Rogue
Core
Gears (Zugabe)

Setlist (Fewsel):
Intro
Bermuda
Kimberly clark
Magnetar
Million year daydream
Driven by desire
Fluorescent
Dick laurent is dead
Discomposure
There is no time and space between real lovers
Cyclops breakfast / They came from beyond

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