Montag, 10. Dezember 2012

Konzert - Katatonia (Suport Alcest) - 7.12.2012 - Batschkapp. Frankfurt


Auf Wunsch meiner einzelnen Leserin hier ein paar Zeilen zum Konzert von Katatonia letzten Freitag:
Es war kaum vorstellbar, das aus dem Abend noch was hätte werden sollen, hatte ich doch bei meiner Ankunft schon die erste band verpasst. Nicht, das ich nicht versucht hätte, pünktlich weg zu kommen in der Firma, aber dank des Schneefalls hatte der Bus einfach mal den Betrieb eingestellt (danke an die VM Weilburg :-( ) und so war ich froh, überhaupt noch zum nächsten Bahnhof zu kommen und Richtung Frankfurt.
An dieser Stelle noch mal eine bitte an die Veranstalter: danke Batsche, das ihr auf die frühe Anfangszeit auf Facebook hingewiesen habt, aber ein paar Tage früher wär noch besser gewesen. J
Als ich also schlussendlich doch noch die Halle zu diesem ausverkauften Konzert betrat war ich etwas enttäuscht über den Zuschauerzuspruch. Aber das war ja nicht das erste mal, das das Frankfurter Publikum zeigte, warum es mittlerweile viele Bands gibt, die einen Bogen um Frankfurt machen.
Die Zuhörer aber, die sich eingefunden hatten, um Alcest zu hören, die auch keine unbekannten hier sind, werden sie doch immer mal wieder gerne als Support gebucht (fast zu schade eigentlich). Und auch an diesem Tag bewiesen sie mal wieder, warum. Ihre Setlist war nicht nur abwechslungsreich und zeigte, warum die Franzosen als Speerspitze eines innovativen Black Metal gelten (und auch Einschläge aus dem Bereich PostRock können sie nicht leugnen), sondern passte auch ideal zu dem Act, der ihnen folgen sollte.
Und wenn es etwas zu bemängeln gab am Auftritt von neige (ironischerweise französisch für Schnee) und seinen Begleitern, dann war es, imho, der etwas matschige, wenig transparente Sound der Vocals. Da die aber in Französisch waren, kam es mehr auf den (gesamt)klang an, und der war sehr gut, genau wie auch die licht-schau. Danke an die Techniker.
Als sich der Zuschauerraum dann in der nächsten Pause wieder massiv leerte, war mir klar, was kommen würde, aber mal wieder war ich zu naiv, dem entgegen zu wirken, aber der Sound war wirklich zu gut gewesen, wo ich gestanden hatte. Also musste ich damit leben, das, wie das in Frankfurt leider Standard zu werden scheint, bis zum dritten oder vierten Song immer wieder Leute vordrängelten mit der Aussage, man wolle nach vorne, nur um den gemachten Platz dann zum Stehen bleiben zu nutzen. Na ja, wahrscheinlich bin ich zu lieb für solche Konzerte, aber ich habe leider noch so was wie anstand, im Gegensatz zu den Frankfurter Studenten. :-(
Aber trotz dieser unsäglichen Umstände stieg natürlich die Erwartung auf das folgende Konzert, hatten die Jungs von Katatonia ein rundes aber unerwartetes Album vorgelegt, das als Basis für die Tour diente.
Und so kamen zur Eröffnung dann auch direkt mehrere neue Stücke, die vom Publikum schon sehr gekonnt aufgenommen und abgefeiert wurden. Langsam füllte sich auch der Raum und es wurde klar, das die Show wirklich ausverkauft war. Und die Stimmung stieg weiter, als auch Klassiker und unbekanntere Stücke von alten scheiben den Raum füllten. Der Sound war jetzt sogar noch besser und runder, während ich persönlich das Licht etwas einfallslos fand, vor allem, wenn man es mit Alcest vorher verglich. Aber natürlich verstand es die Band und vor allem Frontmann Jonas Renske (mit seiner authentischen und natürlichen Art) immer wieder die Stimmung zu steigern, so das nach ca. 110 Minuten Konzert wohl alle Wünsche der Zuschauer erfüllt worden sein dürften. Zumal auch einige Stücke den Weg auf die Setlist gefunden hatten, die das bisher selten bis gar nicht geschafft hatten. und beruhigender Weise hatte Katatonia, anders als ihre Kollegen von Opeth, noch Zeit für eine Zugabe eingeplant, bei der die Stimmung dann ihren Höhepunkt erreichte.
Ein sehr geiles Konzert, das sogar aus einem besch.... Tag noch einen guten machte und das trotz einiger der Zuschauer. Bleibt zu hoffen, das nicht noch mehr Bands Frankfurt den Rücken kehren.

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