Sonntag, 24. Februar 2013

Konzert - Skull Boogey , Black Lizzard, Way Beyond Reason - Nachtleben, Frankfurt - 21.2.2013


Angesagt war ein Stoner Rock Abend im Nachtleben, und das klang doch schon mal interessant, auch wenn ein Donnerstag Abend alles andere als optimal dafür sein würde und so war der Raum zu Konzertbeginn auch spärlich gefüllt. Aber das tat weder der Stimmung auf der Bühne noch davor einen Abbruch.

Denn sobald die erste Band des Abends, die Frankfurter von Skullboogey, sich anmachten, die Bühne herzurichten und zu betreten, fand sich schließlich doch eine Menge von (von Hand gezählten) 70 Zuhörern davor ein. Und meiner unmaßgeblichen Meinung nach haben die Jungs von Skullboogey einen hervorragenden Job gemacht. Ihre Musik, die vielleicht irgendwo zwischen AC/DC, Metallica und den Queens of the Stoneage angesiedelt ist, war der richtige Anfang des Abends (ob nun beabsichtigt oder durch Sachzwänge bedingt spielt wohl keine Rolle). Die Musik war unter der Vorgabe StonerRock wohl eher als schnell einzustufen, aber sie war energiereich und technisch perfekt vorgetragen. Man merkte aber, m einer Meinung nach, das die Jungs alle gesundheitlich etwas angeschlagen waren. Um so größer der Respekt vor der guten Stimmung die sie zu verbreiten im Stande waren.

Nach einer obligatorischen Umbaupause folgten nun Black Lizard und ich muss sagen, einen größeren Unterschied kann man sich kaum vorstellen. Denn was die Darmstädter da auf die Bühne und in den Raum brachten war Dessert/Stonerrock vom Feinsten. So etwas hatte ich schon lange so nicht mehr erleben dürfen. Tief, zäh und träge aber trotzdem groovig und eingängig troff die Musik aus den Boxen und wurde vom Publikum dankbar aufgenommenen. Wie üblich waren die Stücke lang und erforderten Geduld, die die Zuhörer aber gerne aufbrachten. Die Musiker, die nach eigenen Worten auch nicht ganz fit waren (kein Wunder angesichts des Wetters), schleppten sich übrigens genauso über die Bühne, wie ihre Musik.

Als dritte und letzte Band des Abends würden jetzt noch die Jungs und Mädel von Way Beyond Reason die Bühne stürmen und zumindest mir war klar, das der Wechsel in der Musik kaum kleiner sein würde, als zuvor. Leider stellte die etwas längere Umbaupause wieder mal die Geduld der Anwesenden auf die Probe, aber die wurden dafür entschädigt, als es endlich los ging. Da ich sie schon einmal gehört hatte, wusste ich, was mich erwartete und sofort griffen Way Beyond Reason in die vollen und packten ihre dynamische Mischung aus Metal, Alternative und Stoner aus, die das Publikum auch sofort überzeugte.
Leider, aber diese Meinung vertrete ich seit Jahren alleine, empfand ich die Lautstärke bei diesem dritten Akt des Abends etwas zu laut. Etwas weniger wäre hier mehr gewesen und die Musik hätte dadurch in mehrfacher Hinsicht profitiert. Außerdem finde ich in den Stücken immer wieder die eine oder andere Passage, die ich ein wenig zu lang empfinde.
Aber alles das kann nicht darüber hinwegtäuschen, das dies das Highlight des Abends war und zwar nicht nur in optischer Hinsicht. Energie- und Abwechlungsreich führte die Sängerin das Publikum durch diesen letzten Teil des Abends und ich merkte deutlich die Verbesserungen gegenüber dem ersten Auftritt, den ich an gleicher Stelle erleben durfte. Aber es bleibt durchaus Verbesserungspotential, um den Besuch eines weiteren Konzertes zu rechtfertigen, wenn es bisher nicht genug gegeben haben sollte.

FAZIT: Ein gelungener Abend mit drei Bands, die es Wert sind, gehört und unterstützt zu werden.
Was mir vor allem positiv aufgefallen ist auf diesem Konzert, ist die Tatsache, das das Publikum, auch wenn wegen einer Band gekommen, dann doch großteils bis zum Schluss geblieben war. RESPEKT dafür ans Publikum.
Danke auch an die Bands und die Organisation. So etwas brauchen wir mehr, dann hat die lokale Szene in Rhein-Main doch noch eine Chance.

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