Dienstag, 19. März 2013

CD - Audrey Horne - Youngblood

Audrey Horne
Ich hatte von den Jungs noch nichts gehört, aber als ich erfuhr, das sie mit Long Distance Calling auf Tour gehen würden interessierte es mich schon, mal zu hören, was die so machen.
Zumal sie auch im letzten Jahr bereits auf einigen Festivals aufgetaucht waren. Natürlich auf keinem, wo ich gewesen war, und so bot die neue Platte wohl eine gute Chance beurteilen zu können, ob mir gefallen würde, was sich die Jungs so einfallen lassen.

Und es ist faszinierend, wie sich die CD nicht erst entwickelt, sondern sofort da ist und den Hörer mit ihren Stärken bombardiert, wenn man den Startknopf drückt. Allerdings fällt es recht schwer genau zu definieren, was für eine Musik Norweger nun genau machen. Hard Rock bildet die Basis, soviel ist für mich klar, aber die weiteren Einflüsse sind enorm. Melodic Rock, Alternative, Grunge, Viking Metal sind nur einige, die mir aufgefallen sind.

Die Band mischt klassische Elemente, die an AC/DC und Black Sabath erinnern, mit moderner Technik und einem gehörigen Schuss frischem Sound. Man hat das Gefühl, so würden die großen Vorbilder der Gruppe Musik machen, wenn sie in der heutigen Zeit aktiv wären.

Aber das faszinierendste an Youngblood, so der Titel der Scheibe, ist die Tatsache, das ich finde, das es keinen Song gibt, der gegenüber seinem Vorgänger an Niveau und Energie verliert. Und da das auch über den Neustart des Albums hinaus geht, kann ich nur sagen, das es sich bei dieser Scheibe um eine der wenigen "einfach nur guten Scheiben" handelt.

Ob die Songs nun richtig Tempo aufnehmen, wie bei Straight into your Grave oder etwas ruhiger dahin fließen, wie bei There goes a Lady, immer merkt man die Originialität und Energie der Norweger. Es ärgert mich nach dem Hören dieses Albums, das ich die Band aus Bergen nicht live mit Long Distance Calling erleben kann, aber vielleicht ergibt sich die Chance ja irgendwann einmal, wenn ich sie definitiv ergreifen werde.

FAZIT: Ungewöhnliche, aber sehr gelungene Musik aus Norwegen, die man mit gutem Gewissens jedem empfehlen kann, der klassischen HardRock im modernen Gewand und ohne große Schnörkel mag.

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