Mittwoch, 20. März 2013

CD - Kvelertak - Meir

Ich hatte die Band von einer Bekannten vor einer Weile mal empfohlen bekommen und seit dem immer darauf gehofft, sie mal live erleben zu dürfen. Natürlich hat das, als es in meiner Gegend möglich war, mal wieder nicht geklappt, aber immerhin haben die Norwegen ein neues Album aufgenommen und das musste ich mir selbstverständlich schnellstmöglich besorgen und so höre ich es jetzt sogar schon zum x-ten mal im Stream, weil ich nicht wieder der letzte sein wollte, der es hört.

Alleine das zeigt, das die die Jungs von Kvelertak irgendetwas richtig gemacht haben müssen, und das bezieht sich auf der einen Seite auf die Musik, die abwechslungsreich, originell und kraft- sowie gefühlvoll ist, aber auch auf den Sound, also die Produktion, die druckvoll klingt, ohne das Ohr zu sehr zu beanspruchen, und somit auch nach mehrmaligem hören weder langweilig noch ermüdend klingt.
Und das, und das muss man natürlich berücksichtigen, obwohl die Musiker sich auf die Fahnen geschrieben haben auch die Fans des extremen Metals für ihre Musik begeistern zu können. Also von daher auf jeden Fall eine gelungene Platte.

Die Mischung aus klassischen Hardrock und HeavyMetal Elementen, gepaart mit Death- und Blackmetal Einflüssen ihrer Heimat ist eine gelungene Kombination und wird in dieser Form nur von wenigen anderen Bands zelebriert. Also haben die Norweger schon mal ein Alleinstellungsmerkmal auf ihrer Seite, aber damit nicht genug, ebenfalls der Gesang ist etwas besonderes. Nicht nur, das der Sänger ständig und stilsicher zwischen Klargesang, Shouts und Growls hin und her wechselt, sondern auch und vor allem die Tatsache, das alle Songs in der norwegischen Sprache gesungen werden macht die Scheibe interessant.

Und wenn satte, fette Rockriffs auf Screams und Shouts treffen sollte jedem ernsthaften Liebhaber dieser Musik das Herz aufgehen, und bei den klassischen Solos der Gitarren werden auch noch die Leute überrascht, die so  etwas vielleicht nicht bei einer Band erwartet haben, die gerne in den Bereich des extremen Metals einsortiert wird. Aber damit wäre dann ein weiteres mal der Beweis erbracht, das diese Einteilung in Kategorien der Musik weder gerecht wird, noch Sinn macht. Kvelertak zeigen auf Meir, das der moderen Metal nicht unbedingt von Neuerfindungen lebt, sondern eben doch eher als Crossover zu bezeichnen ist. Es bleibt nur die Frage, wer denn nun was mit wem mischt, um sich von der breiten Masse abzuheben und eben nicht einfach nur alles wieder zu käuen.

FAZIT: Die Scheibe aus Norwegen ist auf jeden Fall etwas für Leute, die bereit sind, über Grenzen hinweg Musik zu hören und zu beurteilen. Nicht, das es auch andere Wege in der Musik und auch im Metal gibt, aber der von Kvelertak führt hoffentlich ganz nach oben, alleine schon, damit ich sie vielleicht noch einmal live erleben kann.

Ach ja, absolutes Highlight meiner Besichtigung der neuen Platte ist das fast 9 minütige Tordenbrak, das diese Länge auch gut ausnutzt und sogar einige Post-Metal Ansätze zeigt. Außerdem sollte man sich Nekrokosmos zu Gemüte führen, das alle Elemente der Musik der Band in sich vereint.

Kommentare:

  1. Sehr schön geschrieben und informativ. Ich werd mir die Scheibe mal zu Gemüte führen. Live waren sie einfach der Hammer ...:-)

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