Freitag, 1. März 2013

Konzert - Long Distance Calling - Colos Saal Aschaffenburg - 15.2.2013

An evening with Long Distance Calling,

das war der Titel des Abends. Und genau das sollte es werden. Eine coole Location, eine geile Band und ein Publikum, das sich tierisch auf die neuen Stücke der Münsteraner freute, aber natürlich auch auf die, mittlerweile recht zahlreichen, Klassiker.

Leider fand die Veranstaltung an einem Freitag statt, das heisst sie startete erst gegen 9, musste aber bereits gegen 11 beendet sein, wegen der anschließenden Disko. Aber das tat der Stimmung keinen Abbruch, als es pünktlich um 21 Uhr los ging war das Publikum sofort voll da und feierte die Band, die immer noch zu recht als Speerspitze des deutschen Post-Metal gilt, bei jeden Lied ab.
Selbst die neuen Songs von der noch unveröffentlichten Platte konnten teilweise text sicher mitgesungen werden. Ja, richtig gelesen, Long Distance Calling haben sich einen Sänger gegönnt  und haben ihre Musik dahin gehend erweitert.
Und obwohl die erste Veröffentlichung von der neuen Scheibe das Gegenteil bewies war ich doch skeptisch, ob die Band wirklich noch sein würden, was sie waren, wo sie doch jetzt ein klassisches Setup besaßen. Würde, das war meine Befürchtung, der Aufbau der Stücke den Anforderungen der Stimme zu sehr angepasst? Aber bereits das erste Stück von "The Flood Inside", so der Name der neuen Scheibe, fegte diese Bedenken geradezu hinweg.

Mit schon erschreckender Leichtigkeit gelingt es den Musikern die Stimme und Linie des Keyboarders und Sängers Martin Fischer in ihre Kompositionen zu integrieren, ohne dabei in klassische Songstrukturen zu verfallen. Die Vocals passen sich, wie es sein soll, nahtlos in den Fluss der Musik ein und erweitern den Sound nicht nur um ein weiteres, sehr variables, Instrument, sondern bieten der Band vollkommen neue Möglichkeiten.
Diese werden dann auch prompt genutzt, so das ich, nach diesem einen Auftritt, sagen möchte, das die Komplexität nicht nur nicht ab-, sondern sogar zugenommen hat.
Die Tatsache, das sie an diesem Abend alleine auf der Bühne stehen, nutzt die Band dann auch, um zwei Sets à jeweils fast 60 Minuten zu spielen, so das am Ende nicht nur ein guter Teil der neuen Platte aufgeführt ist, sondern auch kein Klassiker zu kurz gekommen ist.

Das Publikum geht während des gesamten Konzertes super mit, was sich positiv auf die Performance auf der Bühne auswirkt, könnte ich mir vorstellen. Auf jeden Fall werden die Musiker um kurz nach 23 Uhr unter Beifallsstürmen von der Bühne gelassen, immerhin muss ja der Auf-/Umbau für die Disco noch gemacht werden.

FAZIT: Neben allen anderen Konzerten mit Long Distance Calling, warauch dies mal wieder ein Highlight. Ein mal wieder ein extrem gelungener Abend. Danke an die Band, den Veranstalter und die Besucher. So machen Konzerte Spaß.

1 Kommentar:

  1. So, jetzt noch die offizielle Setlist, von der Band erfahren:

    1. into the black wide open
    2. nucleus
    3. figrin d'an boogie
    4. black paper planes
    5. tell the end
    6. the flood inside
    7. 359
    8. the man within
    9. aurora
    10. ductus
    11. arecibo
    12. apparitions
    13. metulsky curse
    zugabe:
    14. fire in the mountains

    Danke an die Band!

    Grim

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