Donnerstag, 9. Mai 2013

CD - Milking the Goatmachine - Stallzeit

Blackmetal mit einer Portion Deathmetal und jeder Menge Spaß und (Eigen)Ironie. Das waren für mich bis dato du Jungs von Milking the Goatmachine. Aber im Rahmen der neuen CD wollte ich mich mal wieder etwas genauer mit dem beschäftigen, was man als Genres oder Musikrichtung bezeichnet. Und dabei bin ich darauf gestoßen, das es einige Leute gibt, die eben jene Band als Deathgrind Band bezeichnen.
Ich habe dann mal ein bisschen geforscht und versucht, heraus zu finden, was denn nun richtig ist, aber es gelang mir nicht, mich eines besseren zu belehren. Nichts, was den Deathgrind ausmacht, habe ich in der Musik gefunden, natürlich abgesehen von den Elementen des Deathmetal, die ich aber auch bei meiner Definition unterbringen kann.
Also überlasse ich es jedem selber, wo er die spaßigen Ziegenjungs unterbringt, denn immerhin sind sie die einzige Band, die ich kenne, die ihr eigenes Universum geschaffen hat, in dem sich alles um Ziegen dreht.

Das legt nicht nur der Bandname nahe, sondern auch die Namen der Musiker orientieren sich an dieser Vorgabe. Goatleeb und Goatfried Udder heißen die beiden Hauptakteure und Live legen sie noch eins drauf, indem sie und ihre Begleiter entsprechende Masken tragen, um ihre Huldigung der Ziegenherren perfekt zu machen.
Ich konnte sie bisher leider noch nicht auf der Bühne erleben, würde das aber gerne mal machen. Ist bestimmt lustig.

Auch bei dieser, der vierten Scheibe der deutschen Band, dreht sich wieder alles um die Weltherrschaft, die ihre Wappentiere übernehmen wollen und werden. Alleine der Titel Stallzeit macht klar, wohin es wieder geht und die Songtitel schlagen Großteils in dieselbe Kerbe.

Only Goat can Judge Me
Goatriders in the Sky
3 Room Shed
Salt Lick City
um nur ein paar zu nennen. Und bei den Titeln wird auch sofort klar, wie Ernst, oder besser gesagt, wie wenig Ernst sich die Musiker nehmen. Auch die Texte sind hörenswert, wenn man denn bereit ist, sich mit dem Growling auseinander zu setzen.

Interessant und, meiner unmaßgeblichen Meinung nach, vollkommen Deathgrind-untypisch, werden immer wieder lustige Samples in die Musik eingestreut. Ob  sie nun passen oder nicht, muss jeder für sich entscheiden, lustig ist es allemal.
Nachdem die ganze Platte schließlich nach 16 Liedern und wechselnden Geschwindigkeiten Richtung Ende geht, zieht das Tempo beim letzten Stück deutlich an und erreicht vielleicht Geschwindigkeiten, wie sie im Crustcore üblich gewesen wären. Aber da es sich um ein weiteres Cover des Motörhead Klassikers Ace of Spades handelt, denke ich nicht das man das als Zeichen in diese Richtung sehen sollte.

Manchmal frage ich  mich, warum so originelle Bands wie Milking the Goatmashine überhaupt covern müssen, aber diese Version macht richtig Spaß, weil sie auf der einen Seite den Charakter des Originals beibehält, auf der anderen Seite genug Eigenständigkeit aufweist, um nicht als plumpes Nachspielen abgetan zu werden.

FAZIT: Eine Scheibe die jede Menge Spaß bei den Live Auftritten verspricht und mit dem deutschsprachigen Stallzeit auch einen geilen Mitgröler an Bord hat. Trotzdem ist noch genug Potential in der Scheibe, sie sich immer und immer wieder anzuhören. Natürlich auch hier wieder nur, wenn man auf solche Musik steht,  oder bereit ist, sich auf die speziellen Elemente einzulassen.

Kommentare:

  1. oder bereit ist sich immer die selbe Scheiße anzutun

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    1. Schade, das ich nicht weiß, mit wem ich es hier zu tun habe, aber so ganz Unrecht hast du nicht, auch wenn ich es bei den Jungs hier noch OK, weil lustig finde.
      Peinlich wird es, finde ich, wenn man wie Motörhead so etwas 30 Jahre lang durchzieht.

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