Montag, 13. Mai 2013

CD - Volbeat - Outlaw Gentlemen & Shady Ladies

Sowohl der Titel, als auch das Cover der CD zeigen sofort, in welche Richtung es gehen soll auf der neuen Scheibe der dänischen Rock'n'Roll-Metaller. Während der Stil des Bildes, das die Hülle des neuen Machwerks ziert, ganz klar ansagt, das alles beim Alten bleiben wird, zeigt das Motiv doch einen deutlichen Hinweis in Richtung der klassischen Western der 60er und 70er Jahre.

Da mich die Gleichförmigkeit der Musik von Volbeat schon auf der letzten Platte etwas aufregte, war ich also gespannt, was man von dieser Kombination zu erwarten haben würde. Vor allem die geringen Variationen im Gesang des Band-Leaders fand ich, machten die Musik wenig interessant, auch wenn Gastsänger immer mal wieder für ein wenig Abwechslung sorgten.

Eine musikalische Konstanz ist zwar auf der einen Seite etwas feines, aber wenn fast auf jedem neuen Album auch ein neuer Gitarrist neben dem Bandgründer zu hören ist, zeigt das doch, imho, das es sich bei der Band um ein Ein-Mann-Projekt handelt, der sich gute aber nicht zu eigenständige Musiker sucht, um seine Ideen umzusetzen.
Eigentlich schade, aber auch auf dieser Scheibe ist mal wieder ein neuer Klampfer neben Poulsen zu hören, so das die Musik wohl keine großen Variationen erwarten lässt.

Und wenn man dann die neue CD Outlaw Gentlemen & Shady Ladies (wieder mal ein klassischer Doppeltitel, wie üblich bei Volbeat) in den Händen hält und sie zum ersten mal anhört weiß man auch das alle Vorurteile sich zu 100% erfüllen sollen. Es gibt zwar einige interessante musikalische Einstreuungen, die dem Genre des Western die Stange halten, aber damit hat es sich dann schon. Wieder einmal die geradezu klassische Rock'n'Roll Stimme des Frontmannes sehr markant für den Stil, was mir persönlich nach dem zweiten oder dritten Durchlauf aber tierisch auf den Geist geht.

Wären da nicht die neuen Elemente aus den klassischen Western-Filmen mit John Wayne oder Cary Grant, hätte die Scheibe bei mir wohl kaum den ersten Durchlauf überlebt. Aber selbst diese neuen Ideen gehen in der üblichen und mittlerweile, so finde ich, wenig originellen Mischung aus Rock'n'Roll und Metal unter. Als Lichtblick empfinde ich lediglich die beiden Songs, in denen Poulsen sich von Sängerkollegen unter die Arme greifen lässt.
Das er dafür niemand geringeren als King Diamond finden konnte und mit Sarah Blackwood eine echt telentierte amerikanische Sängerin, zeigt meiner Meinung nach nur, wie groß das öffentliche Interesse an dem Dänen und seiner Band ist.

So bildet dann auch der Song Lonesome Rider (mit eben jener Sarah Blackwood), meiner Meinung nach den Höhepunkt dieses durchschnittlichen Albums. Dieser Eindruck kann auch nicht durch die doch eher bedenklichen Zugaben der Special Edition verbessert werden, denn lediglich ein wirklich neuer Song wird hier präsentiert.
Ansonsten eine Harfenversion, 2 Live Aufnahmen und eine Demo bekommt der geneigte Hörer hier noch zu hören, die allesamt, mit Ausnahme vielleicht der Harp Version von Lola Montez keinen echten Mehrwert zu dem Album bringen.

FAZIT: Die Dänen besetzen mit Sicherheit eine Mische, die sie selber "erfunden" haben, aber sie machen das mit solcher Konstanz, die ich sonst nur von Motörhead kenne und entwickeln sich dabei, meiner Meinung nach, zu wenig weiter. Das das so gewollt ist, zeigt ja auch die Personalpolitik des Bandleaders der scheinbar keine anderen Größen neben sich in seiner Band sehen will.
Wie schon erwähnt ist das musikalische Highlight auf der Platte meiner Meinung nach der Song Lonesome Rider und die Tatsache, das die Produktion transparent ist aber trotzdem druckvoll bleibt, ein Umstand, der vielen Produktionen heutzutage nicht immer gelingt.

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