Montag, 9. Februar 2015

Film - Interstellar - 2014

Habe selten einen Film gesehen, der fast 3 Stunden lang ist und so kurzweilig. Natürlich wird hier einiges an "Science" mit sehr viel "Fiction" gemischt und nicht immer zu Ende erklärt, aber ich finde die Story rund, wenn es auch immer wieder Szenen gibt, deren Sinn (für den Film und die Geschichte) ich immer noch nicht so ganz verstehe.

Aber ich finde das trägt zur Atmosphäre bei, der eben normale Menschen in eine Situation schmeißt, die sie wohl selber nicht wirklich wollen, sich aber denen dann doch stellen.

Die Mischung aus Weltende-Drama, Weltraumabenteuer, Zeitreise und der Frage nach der Zukunft der Menschheit gefällt mir persönlich sehr gut, zumal es keinen erhobenen Zeigefinger gibt, sondern man schon selber erkennen muss, wo die Probleme sind. An dieser Stelle besonders gelungen, und in der Rolle des Dr. Mann personifiziert, der Widerstreit zwischen „Mensch(en) retten“ und „Menschheit retten“.

Eines meiner persönlichen Highlights sind die Unglücksszenen im Weltraum, die durch vollkommen Stille die Aufmerksamkeit auf sich ziehen – genial und irgendwie realistisch. Im Vergleich dazu ist der Soundtrack dann teilweise doch etwas zu bombastisch und zu sehr darauf bedacht, die vorhandene und brillant gespielte und in Szene gesetzte Spannung noch zu untermauern. Ich fände an dieser Stelle dann, das weniger mehr gewesen wäre.

Das Ende, das muss ich zugeben, ist etwas seltsam, aber nach etwas „wirken lassen“ dann doch nicht vollkommen unlogisch, zumal es schwer fällt, sich in die Situation zu versetzen. Dies gilt allerdings für die gesamte Zeitreise Problematik, deren Möglichkeiten, Risiken und Folgen sich wohl kein Mensch vollständig und realistisch bewusst sein kann.


FAZIT: Alles in allem ein sehenswerter, kurzweiliger Film mit großartigen Schauspielern und vielen komplexen Themen.

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